Wellenschlag: Hintergründe, Recherchen, Analogien...



Worum geht es?

Interessierte finden hier Informationen zu Initiativen und Entwicklungen, die ähnliche Ziele verfolgen wie wir sowie zur Diskussion um so genannte "Brennpunktschulen".

Deutlich werden soll, wie andernorts mit den hier relevanten Herausforderungen umgegangen wird, chronologisch absteigend. 

Hinweis: Die dokumentierten Positionen geben nicht in jedem Fall auch die Auffassung des Vereins wieder.


VIII. 14.12.2017: ZEIT: Mehr Ungleichheit, bitte!

Die ZEIT vom 14.12.2017 berichtet (S. 39f.): Gerechtigkeit leidet, wenn Gehbehinderte gegen trainierte Athleten antreten müssen: "Genau so funktioniert in Deutschland Schule!"
Kernthesen:
  • In vielen Städten teilt ein "Sozialäquator" prekäre von bürgerlichen Standorten: Herkunft entscheidet über Zukunftschancen.
  • Hartz-IV-Kinder neben Hartz-IV-Kindern: Die soziale Kluft zwischen den Schulen wächst, die Schulmilieus werden "immer homogener". Am Ende werden alle noch schwächer.
  •  An prekären Standorten ist Unterricht nur eine Aufgabe unter vielen: "Wer Probleme hat, bekommt zusätzliche Aufgaben obendrauf."
  • Individuelle Förderung ist konzeptionell aufwändig und ressourcenintensiv:  Schüler*innen an (bildungs-)armen Standorten brauchen "das Doppelte oder Dreifache an Aufmerksamkeit und Unterstützung".
  • Förderung im Gießkannen-Modus gefährdet Bildungsgerechtigkeit. Bisherige Programme zur indexbasierten Ressourcensteuerung sind "weitgehend Symbolpolitik" (Horst Weißhaupt), ausbleibende Chancengleichheit ist "eine Schande" (Wilfried Bos). Zusätzliche Stellen decken bei weitem nicht den Bedarf.
  • "Trotz anderslautender Rhetorik werden Schulen mit benachteiligten Schülern im Stich gelassen." (Horst Weißhaupt)
  • Zentrale Frage angesichts mangelnder Solidarität: "Warum macht man es denen nicht leichter?"
  • Wie?: Ungleiches ungleich behandeln, Unterprivilegierte privilegieren! Fair wäre ein Ausgleich der Defizite, "mit mehr Personal, in kleineren Gruppen, durch längeres Lernen". Ohne diese Maßnahmen "stoßen auch die besten Lehrer an ihre Grenzen":
  • Prekäre Standorte haben erhebliche Probleme, neue Lehrkräfte zu rekrutieren. Dagegen: "Die am besten bezahlten [Gymnasial-]Pädagogen unterrichten [...] die einfachsten Schüler." Mit weniger Pflichtstunden.
  • Hamburg gilt als Positiv-Beispiel für wirksame Schritte Richtung Bildungsgerechtigkeit: streng bedarfsorientierte Ressourcensteuerung, mehr Personal, geringere Frequenzen. Betroffene Schulleitungen müssen "nicht einmal einen Antrag stellen". Die Erfolge im Bildungsranking sind nachhaltig.

VII. 07.12.2017: Berlin: Brennpunkt-Zuschuss für Lehrkräfte

Bericht der Berliner Zeitung, 07.12.2017 / Bericht der Morgenpost, 29.11.2017

  • 8,6 Mio. € als Gehaltszuschuss für bis zu 3000 Lehrkräfte.
  • Geplante Staffelung: 200 € mtl. für Lehrkräfte an Schulen mit mehr als 70 % Schüler*innen, die Transferleistungen beziehen, 400 € bei mehr als 85 %.
  • Die Zulage soll die Wertschätzung für engagierte Lehrkräfte an Problemstandorten zum Ausdruck bringen, die sich besonders für die individuelle Förderung, im Ganztag und bei der Elternarbeit engagieren - für "wirklich harte Arbeit".
  • Die Alternative - die Verringerung der Unterrichtsverpflichtung statt eines Gehaltszuschusses - lässt sich angesichts des Lehrkräftemangels kaum realisieren.
  • Erreicht werden soll ferner, dass künftig mehr gut ausgebildete Fachkräfte für Brennpunktschulen gewonnen werden - und dort auch bleiben!

Kommentar des Vereins:

  • Mit der Forderung von "Systemzeit" (vgl . Nr. 4 der Erfolgsbedingungen) setzen wir primär auf die Reduzierung der individuellen Pflichtstundenzahl und damit eine wirksame Entlastung überproportional belasteter Lehrkräfte.
  • Mit einem Gehaltsvorschuss würde zumindest ein Anreiz zur Gewinnung hoch leistungsfähiger Lehrkräfte geschaffen, vgl. Nr. 5 unter Erfolgsbedingungen.
  • Beide auch von uns favorisierten Aspekte spielen in der aktuellen bildungspolitischen Diskussion in Schleswig-Holstein - anders als in Berlin - bisher keine Rolle.

VI. 02.12.2017: Bildungsexperten: Bildungssystem produziert zunehmend Verlierer

186 Bildungsexperten - darunter äußerst renommierte (Prof. Klaus Hurrelmann, Prof. Hans Brügelmann, Prof. Hilbert Meyer, Prof. Herbert Altrichter, Prof. Johannes Bastian, Prof. Klaus Klemm, Prof. Hans-Günther Rolff, Prof. Klaus-Jürgen Tillmann, Prof. Rolf Wernstedt ...) - monieren in einem öffentlichen Aufruf die persistierende Ungerechtigkeit des Bildungssystems.

 

Kernthesen

  • Das Auseinanderdriften der Gesellschaft und die drohende Zwei-Klassen-Gesellschaft wirken sich massiv auf die Schulen, die Kinder, die Bildung aus.
  • Bildungsarmut nimmt dramatisch zu.
  • "Das Zurücklassen vieler Kinder und Jugendlicher gefährdet unsere Demokratie."
  • Das Ziel Bildungsgerechtigkeit rückt in immer weitere Ferne.
  • Kinder aus armen oder prekären Verhältnissen bleiben deutlich zurück - trotz gleicher Begabung.
  •  Beim Übergang in die Sekundarstufe I erleben sich viele dieser Kinder zum ersten Mal als Bildungsverlierer.
  • Verhaltensauffälligkeiten steigen: "Diese Kinder bringen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Kollegien an ihre Grenzen."
  • Das Zwei-Säulen-Modell von Gymnasium und Gemeinschafts- resp. Gesamtschule droht zum Zwei-Klassen-Modell zu degenerieren. Von "Gleichwertigkeit" kann kaum mehr die Rede sein.
  • Schulen der 2. Säule (wie Schulen am Wind) können ihren Auftrag nur erfüllen, wenn sie nicht zu Restschulen werden.
  • Schulen mit schwieriger Schülerklientel sollten gestärkt werden, indem sie mehr Ressourcen erhalten.
  • Die Durchsetzung des durch die Verfassung definierten Bildungsanspruch ist ohne weit reichende Reformen und Unterstützung nicht mehr gewährleistet.

 

Perspektiven

  • Initiiert wurde eine Online Petition.
  • Gefordert werden ein unabhängiger Bildungsrat, kontrollierte Mindeststandards in Schulen, eine verbesserte Aus- und Weiterbildung der Lehrer sowie die Aufhebung des Kooperationsverbots.
  • "Das Entstehen von 'Ghettos' und Parallelgesellschaften muss durch Stadtteilentwicklung und Steuerung der Schülerströme verhindert werden."

V. 17.06.2016: "Alarmbrief" der Hamburger Stadtteilschulen

51 der 59 Schulleiter/innen der Hamburger Stadtteilschulen formulieren im Juni 2016 ein heftig diskutiertes Positionspapier (dokumentiert von der GEW HH):

 

Kernthesen:

  • Zunehmende Tendenz zur sozialen Ausgrenzung der (sozial) schwachen Schüler/innen, zur "Segregation".
  • 2-Säuen-Modell von Stadtteilschule und Gymnasium ist gescheitert.
  • Nur noch 42 % der Schüler/innen besuchen die Stadtteilschulen.
  • Integration und Migrationsbewältigung wird vorwiegend den Stadtteilschulen aufgebürdet.
  • Schülerinnen mit besonderem Förderbedarf besuchen zu 60 % Stadtteilschulen, die Gymnasien nur zu 2,3 %.
  • Stadtteilschulen zeigen täglich, dass gemeinsames Lernen leistungsorientiert und talentfördernd gelingt.
  • Eine soziale, demokratische, gerechte und chancenreiche Gesellschaft fordert eine Schule für alle.
  • Forderung: Ermöglichung schulspezifischer Profile und Anpassung der Ressourcen.

Berichterstattung:

Reaktion der Schulbehörde

Karin Prien: Hamburg braucht starke Stadtteilschulen und starke Gymnasien
Hamburger Bürgerschaft am 29.06.2016 / Karin Prien war 2016 schulpolitische Sprecherin der CDU HH:

  • Brandbrief der Schulleiter ist ein "öffentliches Misstrauensvotum" gegen Schulsenator Rabe.
  • Aufgrund der defizitären Kommunikation des Schulsenators kann das Führungspersonal seine Kritik offensichtlich nicht intern äußern.
  • Zu konstatieren ist eine Vertrauenskrise mit Blick auf das Schulsystem insgesamt: Das 2-Säulen-Modell droht zu scheitern.
  • Ehemalige Haupt- und Realschulen hinken den ehemaligen Gesamtschulen in der Schulentwicklung "meilenwert" hinterher und werden von den Eltern deshalb nicht angewählt.

Aktuelle Entwicklung

 


IV. 2017: Maximalquote von Migranten in den Lerngruppen?

Berichterstattung:

  • SHZ 25.08.2017: SH-Bildungsministerin Karin Prien spricht sich dafür aus, nicht mehr als 30 % Kinder mit schwachen Deutschkenntnissen in den Lerngruppen anzustreben.
  • Focus 23.04.2017:  Bundesbildungsministerin Johanna Wanka appelliert an die Bundesländer, für eine erfolgreiche Integration den Anteil von Kinder mit Migrationshintergrund zu begrenzen. „Es sollte keine Klassen geben, in denen der hohe Migrantenanteil dazu führt, dass die Schüler untereinander vorwiegend in ihrer Muttersprache sprechen und damit eine Integration erschwert wird.“
  • Spiegel 24.04.2017: Der Chef des Philologenverbandes Heinz-Peter Meidinger hält einen Migrationsanteil von mehr als 35 % für problematisch. Schon 2015 hatte Meidinger ab 50 % einen dramatischen Leistungsabfall prognostiziert, vgl. WELT vom 15.10.2015.

 

Kommentar des Vereins:

  • Eine Begrenzung der Migrationsquote wäre nur realisierbar wenn
    a) das Elternrecht auf freie Schulwahl eingeschränkt würde - derzeit bildungspolitisch kaum durchsetzbar - und
    b) die Kinder - derzeit kaum zumutbar - an entferntere Standorte verteilt würden.
  • Schulen am Wind befinden sich in Quartieren, an den der Migrationsanteil der Bevölkerung zumeist weit über 50 % liegt. Würden die o.g. Quoren greifen, müssten diese Standorte wohl geschlossen werden: Die nennenswerte "Zuwanderung" von Kindern aus bildungsaffinen Elternhäusern ist schlicht illusorisch.
  • Für die Bildungschancen ist weniger der Migrationshintergrund relevant - bedeutsamer sind individuelle Sprachkompetenz und soziale Herkunft. Deshalb:
  • Aus Sicht des Vereins ist entscheidend, Schulen am Wind zeitnah in die Lage zu versetzen, die (deutsch-)sprachlichen, sozialen und familiären Defizite wirksam zu kompensieren (vgl. Erfolgsbedingungen) - an dem Ort, an dem sie ihre systemrelevanten Aufgaben erfüllen!

III. 2016: Sachverständigenrat: Ungleiches ungleich behandeln!

In seinem Gutachten mit dem programmatischen Titel "Ungleiches ungleich behandeln!" spricht sich der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration vehement für eine streng bedarfsorientierte Ressourcenzuweisung aus.

 

Kernthesen:

  • Schulen mit einem hohen Migrationsanteil und in sozial benachteiligten Stadtteilen brauchen zwingend zusätzliche Lehrkräfte zur Kompensation.
  • Der Mehrbedarf für eine benachteiligte Schülerschaft wird im Rahmen der Schulfinanzierung und Ressourcenzuweisung bislang kaum ausgeglichen.
  • Auch Schleswig-Holstein gehört zu den Ländern, in denen eine Zuweisung zusätzlicher Förderressourcen nicht an klar definierte sozioökonomische Indikatoren gebunden ist.
  • Besonders in Hamburg orientiert sich die Zuweisung hingegen bereits seit 2005 vorrangig an Sozialindizes. Schulstandorte werden belastungsabhängig in 6 KESS-Faktoren eingeteilt: KESS 1 = stark belastete Lage, KESS 6 = bevorzugte soziale Lage. Zusätzliche Ressourcen dienen u.a. der Personalgrundausstattung, der Reduktion der Klassenfrequenzen sowie der Sprachförderung. Details vgl. hier.
  • Hinweis: Bereits 2007 haben sich die Bundesländer selbst dazu verpflichtet, statt einer Förderung mit der "Gießkanne" ungleiche pädagogische Ausgangslagen ungleich zu behandeln.

     


II. 2014 / 2017: Arbeitsbelastung der Schulleitungen verfassungs- und gesetzeswidrig?

In zwei Gutachten (2014 und 2017) führt der Göttinger Staatsrechtler Alexander Thiele für Schulleitungen in Niedersachsen und Hessen aus, dass die reale Arbeitszeit der Schulleiter mit verfassungs- und einfachrechtlichen Grundsätzen offensichtlich nicht vereinbar ist, vgl. OVG Lüneburg 14.07.2015.

 

Argumentation des Gutachtens in Grundzügen (dokumentiert von der Niedersächsischen Direktorenvereinigung):

  • Die Arbeitszeitbelastung der Schulleiter/innen hat sich in den letzten Jahren - auch durch das Forcieren der eigenverantwortlichen Schule - exorbitant erhöht.
  • Eine adäquate Kompensation im Bereich der Leitungszeit ist nicht zu verzeichnen.
  • Die reale Arbeitszeit der Schulleiterinnen überschreitet - jenseits jedes tolerablen Bereichs - das gesetzlich vorgesehen Maß regelmäßig um 25-50 %.
  • Die bestehende Ausgestaltung ist - schon aus Fürsorgepflicht - umfassend und unverzüglich zu beseitigen, ansonsten kämen ggf. Amtshaftungsansprüche zum tragen.

Vergleich mit Schleswig-Holstein

  • Die Leitungszeit in Schleswig-Holstein fällt in keinem Fall höher aus als in Niedersachsen oder Hessen, der Aufgabenpool hingegen ist vergleichbar umfangreich. Gleiches gilt für Hamburg, wo Schulleiter/innen an Problemstandorten i.d.R. keinen eigenen Unterricht erteilen.
  • Dies gilt insbesondere mit Blick auf die Schulleitungen an prekären Standorten, bei denen sich nahezu sämtliche Prozesse ungleich aufwändiger gestalten als an weniger herausfordernden Standorten, vgl. Punkt 6 (erhöhtes Zeitbudget) unter "Erfolgsbedingungen".
  • Wichtig: Analoges ließe sich zur überproportionalen Belastung der Lehrkräfte an prekären Standorten ausführen, vgl. Punkt 4 ("Systemzeit") der "Erfolgsbedingungen". Untersuchungen liegen hierzu leider (noch) nicht vor.

Ib. 2017/18: Niedersachsen: Lehrkräfte und Schulleitungen wollen Dienstherrn verklagen

I. Schulleitungen an Grundschulen

Bericht NDR, 31.01.2018 / Bericht Spiegel online, 22.09.2017 / Bericht NDR (Grundschulen), 11.09.2017
  • Zwei Grundschulleiter/innen reichen Klage beim Verwaltungsgericht Hannover ein, weil sie mehr als 55  zw. 60 Std. pro Woche arbeiten; der Dienstherr verletzte die Fürsorgepflicht.
  • Laut Studie der Uni Göttingen unterrichten Lehrkräfte nicht - wie nach Arbeitszeitverordnung vorgesehen - 40, sondern im Schnitt 53 Std. pro Woche, mitunter auch 70.
  • Aufgabenzuwachs insbesondere bei Schulleitungen durch Aufgaben wie Inklusion, Ganztag, Sprachförderung, Flüchtlingskinder, Koordination multiprofessioneller Teams - ohne Kompensation.
  • Appell an die Fürsorgepflicht des Dienstherrn, die dadurch verletzt würde. Gesundheitliche Schäden befürchtet.
  • GEW unterstützt weitere geplante Klagen von ca. 10 Schulleitern. 
  • Kultusministerium verweist auf Arbeitszeitkommission.

II. Zwischenbericht der Arbeitszeitkommission
Bericht Hannoversche Allgemeine, 16.11.2017

  • Schulleitungen, Teilzeitlehrkräfte und Brennpunktschulen besonders belastet.
  • Mehr Ermäßigungsstunden gefordert. Entlastungsmodi müssen noch erarbeitet werden.

 

III. Gymnasialbereich
Bericht NDR (Gym), 06.12.2017 / Göttinger Arbeitszeitstudie 2016

  • Philologenverband kündigt Klagen an wegen ausbleibender Entlastung bei Übernahme von Sonderaufgaben durch Lehrkräfte.
  • Begründung: Verstoß gegen Fürsorgepflicht und Gleichheitssatz.

Ia. 2016/2017: Hessen: Überlast bei Lehrkräften, Schulleitungen, Schulaufsicht?!

Besonders intensiv - und auf allen Ebenen - wird in Hessen dies Situation der schulisch Beschäftigten diskutiert:

 

I. Überlastung der Lehrkräfte
Bericht in der Welt vom 21.08.2016:

  • Insgesamt 53 Lehrkräfte haben für das Kultusministerium eine Überlastungsanzeige formuliert.
  • Der Grund: Das gestiegene Arbeitspensum, die Mehrarbeit durch Inklusion sowie erschwerte Arbeitsbedingungen im sozial problematischen Umfeld lassen die Förderung der Schüler/innen zunehmend schwieriger werden.

II. Überlastung von Schulleitung und Schulaufsicht
Bericht der FAZ vom 22.03.2017 / Bericht der Frankfurter Rundschau vom 14.11.2017:

  • In seltener Einigkeit haben der Interessenverband der Schulleiter (IHS), die Vereinigung der Schulaufsichtsbeamten (VSH), die Direktoren der Beruflichen Schulen (AGD) und die GEW eine gemeinsame "Frankfurter Erklärung" (21.03.2017) veröffentlicht.
  • Zentrale Aussage: "Die veränderten und ausgeweiteten Aufgaben von Schulleitungen und Schulaufsicht sind unter den gegebenen Arbeits- und Ressourcenbedingungen nicht mehr verantwortlich zu leisten."
  • Für Kernaufgaben wie Unterrichtsentwicklung, Integration und Inklusion, Personalentwicklung, Personalmanagement, Qualitätsentwicklung, Beschwerde- und Konfliktmanagement seien im momentanen System "auch nicht andeutungsweise" hinreichend Ressourcen hinterlegt ist.
  • Gefordert werden eine präzise Bestandsaufnahme der Aufgaben und zusätzliche Ressourcen: "Der Bildungs- und Erziehungsauftrag hat Verfassungsrang. Demzufolge darf jede für notwendig erachtete Weiterentwicklung nicht unter dem Blickwinkel der Ressourceneinsparung gesehen werden."